Veröffentlicht inDigital Life

PayPal: Experten warnen vor dieser beliebten Funktion – „nicht immer nachvollziehbar“

Bezahlen per PayPal geht schnell und ist bequem. Doch du solltest nicht allzu sorglos damit umgehen. Denn eine Funktion sorgt bei Verbraucher*innen immer wieder für Probleme.

PayPal-App wird auf einem Handy-Display angezeigt.
© Aleksei - stock.adobe.com

5 Fakten über PayPal

Fünf interessante Fakten über das Unternehmen PayPal.

Wer seine Online-Einkäufe mit PayPal bezahlt, sollte sich nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen. Denn vor allem eine Funktion ist nicht so transparent und kundenfreundlich, wie sie den Anschein hat. Davor warnt nun der Verbraucherschutz.

PayPal: Probleme mit Käuferschutz

Paypal bietet seinen Nutzer*innen eine praktische Funktion an: den Käuferschutz. Dieser soll dir eigentlich ein sorgenfreies Einkaufen garantieren. Denn so wird eine sichere und einfachere Rückabwicklung von Zahlungen versprochen, wenn die bestellte Ware zum Beispiel Mängel aufweist oder gar nicht ankommt. Doch die Realität sieht meist deutlich anders aus.

„Wir erleben immer wieder, dass Verbraucher:innen Schwierigkeiten haben, ihre berechtigten Forderungen bei den Zahlungsdienstleistern durchzusetzen“, so Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Häufig soll es demnach vorkommen, dass Verbraucher*innen vergeblich versuchen, den versprochenen Käuferschutz geltend zu machen. Das gilt neben PayPal auch für Klarna oder Amazon Pay.

So seien in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW Beschwerden über die Rückabwicklung von Zahlungen bei diesen Dienstleistern an der Tagesordnung. Selbst wenn die Verbraucher*innen Nachweise über Produktmängel liefern oder beanstanden, dass die Ware gar nicht geliefert worden ist, erhalten diese oft trotzdem kein Geld zurück.

Lesetipp: PayPal – wer diese Nachricht bekommt, sollte sofort handeln

Das solltest du wissen

Das Problem liegt darin begründet, dass der Käuferschutz eine individuelle Vereinbarung mit den Bezahldiensten. Dabei gelten die Bedingungen und Regeln der Anbieter. Das heißt,„ob ein Anspruch auf Käuferschutz besteht, entscheiden die Dienstleister nach eigenem Ermessen und nicht immer nachvollziehbar und zugunsten der Verbraucher:innen“, mahnt Schuldzinski.

Vor allem bei Dienstleistungen, digitale Produkten wie Apps, Online-Spiele oder Gutscheinen haben Verbraucher*innen nur wenig Chancen, den Käuferschutz in Anspruch zu nehmen. Auch wenn es zu Problemen bei der Rückgabe von Produkten gibt, zum Beispiel wenn der Händler das Geld nicht zurückzahlt oder die Retoure angeblich nicht angekommen ist, greift dieser nicht immer.

Die Verbraucherzentrale warnt daher, sich nicht blind auf den Käuferschutz von Anbietern wie PayPal zu verlassen, sondern immer über die eigenen Rechte gut informiert zu sein. „Oft enthalten die gesetzlichen Regelungen bereits alle nötigen Schutzmechanismen und gehen über den Käuferschutz der Bezahldienste sogar hinaus“, so Schuldzinski. Falls du dir nicht sicher bist, ob du dem Online-Händler wirklich für seriös hältst, kannst du zudem prüfen, ob dieser auch altbewährte Zahlungsmethoden wie den Kauf auf Rechnung anbietet.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.