Seat werde in diesem Jahrzehnt noch kein eigenes Elektroauto auf den Markt bringen, erklärte Geschäftsführer Wayne Griffiths. Das Unternehmen wolle erst gegen Ende der 2020er-Jahre entscheiden, wann genau der Einstieg in die Elektromobilität erfolgen soll. Auf der einen Seite könnte das dem Hersteller die Möglichkeit geben, sich ausgiebig auf den Einstieg vorzubereiten – andererseits könnte er der Konkurrenz dadurch die Sicherung ihrer Marktpositionen erleichtern.
Vorerst kein Elektroauto von Seat
Griffiths betonte aber auch, dass Seat langfristig unbedingt elektrisch werden müsse. „Wenn Seat eine sichere Zukunft haben soll, müssen wir eine elektrische Zukunft haben“, zitiert ihn Autocar. Momentan stehe die Entwicklung eines eigenen Elektrofahrzeugs jedoch nicht ganz oben auf der Prioritätenliste.
Denn Seat steht finanziell derzeit gut da und muss nicht dringend auf Elektroautos setzen. Im letzten Jahr verkaufte die Marke insgesamt 310.000 Fahrzeuge und erreichte einen Umsatz von 4,8 Millionen Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2023.
Außerdem sind die Produktionskapazitäten im Werk Martorell aktuell knapp, weil dort bereits der neue Cupra Raval sowie der Volkswagen ID.2 gebaut werden sollen.
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Bislang keine konkreten Pläne
Zusätzlich sorgt der Erfolg von Cupra dafür, dass Seat sich Zeit mit der Einführung eines eigenen Elektroautos lassen kann. Cupra, mittlerweile eine eigenständige Marke, verkaufte im Jahr 2024 rund 248.100 Autos und ist somit aktuell profitabler als Seat.
Griffiths schloss aber nicht aus, dass Seat in Zukunft möglicherweise den kommenden Volkswagen ID.1 als Grundlage für ein eigenes Elektroauto nutzen könnte. Konkrete Pläne für Schwestermodelle des ID.1 bei anderen Marken im Volkswagen-Konzern gibt es bislang jedoch nicht.
Quelle: Autocar
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