Die Kosten für die Heizung steigen, was viele aber nicht wissen: Wer die Temperatur in den eigenen vier Wänden nur leicht senkt, kann sich bereits spürbar finanziell entlasten. Dabei sollte man sich jedoch immer an den empfohlenen Raumtemperaturen orientieren.
Jetzt Heizung herunterdrehen: Jedes Grad zählt
Laut dem Umweltbundesamt liegt die optimale Raumtemperatur im Wohnbereich bei nicht mehr als 20 Grad Celsius (°C). Die Empfehlung für andere Räume sieht dagegen weniger vor. So rät man beispielsweise in der Küche zu 18 °C, während im Schlafzimmer 17 °C als ausreichend angegeben werden.
Sofern es nicht als unangenehm empfunden wird, kann dann schon ein Grad weniger helfen und rund sechs Prozent Heizenergie einsparen, wie die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online erklärt. „In einem 110-m²-Einfamilienhaus mit Gasheizung können pro Jahr rund 955 kWh und rund 100 Euro gespart werden, wenn Sie die Temperatur um ein Grad senken.“ Bei einer Ölheizung sind es laut t-online etwa 65 Euro.
Weitere Stichproben zeigen: In einem teilsanierten Altbau mit 18.000 Kilowattstunden Verbrauch lassen sich bei Gasheizungen 90 Euro pro Jahr einsparen, mit einer Ölheizung etwa 55 Euro. Wer zusätzlich den Anbieter wechselt, kann noch mehr aus seiner Heizkostenabrechnung herausholen.
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Das Thermostat richtig nutzen
Ein Problem dabei ist, dass viele Menschen die Zahlen auf dem Thermostat der Heizung missverstehen. Diese geben nicht direkt die Raumtemperatur an, sondern regeln, wie weit das Ventil geöffnet ist. Stufe 3 sorgt beispielsweise für eine Raumtemperatur von etwa 20 bis 21 Grad.
Das bedeutet, im Schlafzimmer ist meist Stufe 2 ausreichend, was einer Temperatur von rund 16 Grad entspricht. Wer das Heizverhalten anpasst und bewusst reguliert, kann den Wohnkomfort beibehalten und gleichzeitig die Kosten senken.
Quellen: Umweltbundesamt, co2online, t-online
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