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Archäologischer Fund: Gruselige Entdeckung in Kroatien – Forscher entdecken „Vampirgrab“

Sogenannte „Vampirgräber“ sorgen immer wieder für Aufsehen. Diese zeichnen sich dabei meistens durch eine besonders grausame Bestattungsweise aus.

Ein Friedhof bei Nacht. (Symbolbidl)
© Henryk Niestrój - stock.adobe.com

Die 5 wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten

Jahrtausende menschlicher Kultur bringen auch nach langer Zeit immer wieder erstaunliche Erkenntnisse hervor.Wir zeigen dir die fünf wichtigsten archäologischen Funde aller Zeiten.

Ein archäologischer Fund in Kroatien sorgt für Aufsehen: Forscher*innen haben ein mittelalterliches Grab entdeckt, das auf eine außergewöhnliche Bestattung hindeutet. In der Fundstätte Rašaška stießen Archäolog*innen auf ein Skelett, das auf ungewöhnliche Weise beigesetzt wurde. Die Funde legen nahe, dass die Menschen der damaligen Zeit fürchteten, der Tote könnte als Untoter zurückkehren.

Archäologischer Fund: Ungewöhnliche Bestattung sorgt für Rätsel

Bei den Ausgrabungen entdeckten die Forscher*innen ein Skelett, das enthauptet worden war. Der Kopf lag nicht am ursprünglichen Platz, sondern etwa 30 Zentimeter vom restlichen Körper entfernt. Zudem war der Oberkörper verdreht, sodass er nach unten zeigte. Auffällig war auch, dass der Leichnam mit schweren Steinen beschwert wurde – ein bekanntes Merkmal sogenannter „Vampirgräber“.

Laut der undabhängigen Archäologin Nataša Šarkić, die den Fund untersucht hat, könnte dies darauf hindeuten, dass die damalige Bevölkerung Angst hatte, der Tote könnte als untote Kreatur zurückkehren. „Eine solche Bestattungsmethode war immer nur für diejenigen reserviert, die in der Gesellschaft in irgendeiner Weise stigmatisiert waren“, erklärte sie gegenüber dem Fachmagazin Sve o Arheologiji.

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Gewaltvolles Leben und rätselhafter Tod

Die Analyse des Skeletts zeigte, dass es sich um einen Mann im Alter von etwa 40 bis 50 Jahren handelte. Seine Knochen wiesen zahlreiche alte Verletzungen auf, darunter verheilte Rippenbrüche und eine schwere Wunde am Oberkiefer. Doch auch frische Verletzungen wurden festgestellt: Zwei deutliche Schädelbrüche, die laut den Forscher*innen zu seinem Tod geführt haben. „Diese Wunden sind das Ergebnis von Gewalt und hatten tödliche Folgen“, so Šarkić weiter.

Der archäologische Fund passt zu mittelalterlichen Bräuchen, die insbesondere in slawischen Kulturen verbreitet waren. Der Glaube an Vampire und lebende Tote war in Osteuropa tief verwurzelt. Die Menschen fürchteten, dass Verstorbene, die auf unnatürliche Weise ums Leben kamen oder als gesellschaftliche Außenseiter*innen galten, nach dem Tod als Untote zurückkehren könnten. Um dies zu verhindern, wurden ihnen oft Köpfe abgetrennt, schwere Steine auf den Körper gelegt oder sogar Pflöcke durch das Herz getrieben.

Der Fund in Rašaška liefert wertvolle Einblicke in die Bestattungsrituale und den Aberglauben des Mittelalters. „Wir wissen, dass in vielen slawischen Ländern der Glaube an böse Geister fortbestand“, sagte Šarkić gegenüber Live Science. „Der Glaube an Vampire war mit Sicherheit ziemlich weit verbreitet.“

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Weitere Forschungen geplant

Die Wissenschaftler*innen wollen die Grabstätte nun weiter untersuchen, um mehr über die Identität des Toten und die genauen Umstände seines Lebens und Todes zu erfahren. Auch die Beziehung des Fundes zu anderen Vampirgräbern in Osteuropa soll weiter erforscht werden. Die Ergebnisse könnten dann dazu beitragen, die gesellschaftlichen und religiösen Vorstellungen des Mittelalters besser zu verstehen. Der archäologische Fund gibt damit also nicht nur Rätsel auf, sondern gewährt auch spannende Einblicke in die dunklen Seiten der mittelalterlichen Glaubenswelt.

Quellen: Live Science, Sve o Arheologiji

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