Dass das Universum voller Galaxien steckt, die alle auf ihre eigene Art spezifisch und einzigartig sind, ist keine Überraschung. Doch offenbar bewegen sich zwei Drittel aller Sternenhaufen auf die gleiche Weise.
Galaxie im Wandel
Das ganze Weltall hat bislang immer wieder neue Strukturen hervorgebracht, die das Leben hier überhaupt ermöglichen. Dazu gehört auch die Galaxie, die als Bindungselement für die zahlreichen Sterne und Sonnensysteme dient. Da nichts im Universum wirklich fest ist, bewegt sich auch jeder der Sternenhaufen die ganzen Zeit. Wie ein Forscher der Universität Kansas State herausfand, lassen sich jedoch erstaunliche Übereinstimmungen zwischen den einzelnen Gruppen finden.
Der Wissenschaftler, Lior Shamir, nahm über längere Zeit die Großaufnahmen des James Webb-Weltraumteleskops unter die Lupe. Dort sind zahlreiche Himmelskörper und interstellare Objekte jeder Art zu finden, wodurch sich Mengenstudien leichter durchführen lassen. Genau das tat Shamir auch. Und er gelang zu der überraschenden Erkenntnis, dass sich zwei Drittel der Galaxien im Weltall im Uhrzeigersinn drehen, wie die Universität berichtet.
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Das hat die Entdeckung zu bedeuten
Der Fund war möglich, indem Shamir hunderte Aufnahmen aus verschiedenen Zeiten genau untersuchte und miteinander verglich. Dass eine Galaxie sich ständig bewegt, ist jedem klar, der sich mit der Materie auskennt. Aber dass sie nahezu alle zumindest in ihrer Rotation gleich sind, stellt für Shamir eine „ungelöste Frage“ dar. Denn dieser Aspekt ist erklärungsbedürftig.
Doch es geht dabei nicht allein um die Rotation selbst. Da bei zahlreichen Berechnungen in der Vergangenheit diese nicht mit einbezogen wurde, geht Shamir davon aus, dass sich nun viele Änderungen ergeben müssten. Die Entfernung zu einer Galaxie zu messen, kann sehr herausfordernd sein, doch wenn sie sich dreht, ändern sich alle Parameter. Demnach könnte die Entdeckung für die ganze Forschung noch viele Neuerungen bereithalten.
Quellen: Kansas State University
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