Ebenso wie jedes andere Land forschen auch die USA ständig an neuen Waffen. Vor kurzem konnte eine der bekanntesten Bomben weiterentwickelt werden. Sie ist nun ein „Quicksink“, der gegen Schiffe eingesetzt werden kann.
Neue Bombe: Hiermit wird schneller versenkt
Seit einigen Jahren befindet sich die Welt wieder zunehmend in einem Wettrüsten, das manchmal an den Kalten Krieg im letzten Jahrhundert erinnert. Immer wieder präsentieren Streitkräfte ihre neuesten Errungenschaften, mit denen sie noch schneller über ihre Gegner siegen wollen. Aus den USA kommt nun ein System, das von der JDAM-Bombe aus modifiziert wurde. Es ist vor allem gegen die Marine gedacht, und soll wohl vor allem zur Abschreckung gegen China dienen.
Dabei handelt es sich um die sogenannte „Quicksink“-Modifikation einer älteren Bombe. Sie kommt von JDAM, der „Joint Direct Attack Munition“. Dabei handelt es sich um sogenannte „endphasengesteuerte“ Munition, die nicht durch ihren Abwurf aus einem Flugzeug, sondern durch Steuerungsmöglichkeiten am Körper selbst zielgenau trifft. Diese war bislang vor allem gegen Landziele gedacht. Wie 19fortyfive berichtet, ändert sich das jedoch nun.
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Deswegen bedroht die Waffe China
Die Neuerungen umfassen vor allem die Integration des WOSA-Systems. „WOSA“ steht für „Weapon Open Systems Architecture“. Dabei handelt es sich um eine ganze Reihe an Sensoren, die der Bombe helfen, korrekt ins Ziel gelenkt zu werden. Darunter sind vor allem ein Radar- und eine Infrarot-Steuerung, wodurch ein Schiff leichter zu erkennen ist.
Schon vor wenigen Monaten gelang es der amerikanischen Marine, die Bombe an einem alten Frachtschiff zu testen und damit für die Öffentlichkeit zu demonstrieren. Die Wirksamkeit ist damit unbestritten. Derzeit beginnt die Ausrüstung einzelner Verbände im Pazifik mit dem Waffensystem. Das kann nur bedeuten, dass sie auch als Abschreckung gegen China gedacht ist.
Denn gerade die Flotte der Volksrepublik ist der einzige echte Rivale der amerikanischen Marine in der Weltregion. Dabei soll diese jedoch nicht von Schiffen aus gegen die gegnerischen Einheiten eingesetzt werden, sondern von Flugzeugen wie der B-2, die von Land aus starten. Ob und wann China auf diese Veränderung der Bedrohungslage reagiert, bleibt abzuwarten.
Quellen: 19fortyfive
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